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Ergotherapie in der Pädiatrie

Kindheit und Jugendzeit werden meist mit positiven Assoziationen verbunden. Gleichzeitig lastet ein enormer Druck auf Kindern und Eltern. Wenigstens "normal" sein - so wie alle anderen - oder aber "besser" sein ist das Ziel.

Häufig sind es die Kinder (und ihre Eltern), die in diesem Wettbewerb nicht mithalten können, die eine Verordnung für pädiatrische Ergotherapie erhalten.

 

Pädiatrie

 

Typische Störungen, die eine ergotherapeutische Behandlung erfordern, sind  u. a.:

  • zu frühe Geburt
  • Entwicklungsverzögerungen und - störungen
  • Schwierigkeiten beim Erwerb schulischer Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen)
  • Störungen der Motorik und Koordination
  • Störungen der Graphomotorik
  • Sehschädigung oder Blindheit
  • körperliche und / oder geistige Behinderung, Schwerst-Mehrfach-Behinderung
  • Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • kindlicher Autismus
  • ...

 

Therapieleitende Konzepte und Verfahren:

  • Rope_RessourcenOrientierte Pädiatrische Ergotherapie
  • EST -  Ergotherapeutisches Sozialkompetenz-Training
  • Marburger Konzentrationstraining für Kindergarten- u. Vorschulkinder
  • Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder und Jugendliche
  • Neurophysiologische Konzepte wie Bobath, Führen nach Affolter (St. Galler Modell), Perfetti, Basale Stimulation

 

Befundaufnahme und Zielfindung werden unterstützt durch

  • Canadian Occupational Performance Measure für Grundschulkinder (COPMakids)
  • COSA (Selbsteinschätzungsbogen für Kinder von 8 - 13 Jahren - Child Occupational Self Assessment)
  • Kieler graphomotorischer Bogen (Diagnostik der graphomotorischen Kompetenz Ihres Kindes (Malen - Zeichnen - Schreiben)
  •  RAVEK Ravensburger Erhebungsbogen fein- und graphomotorischer Kompetenzen

 

Und wo findet die Ergotherapie statt?

  • Im Kindergarten, in der Schule, zu Hause, ...

 

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Therapie: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!

Eine strukturierte Befunderhebung sowie eine dem Lebensalter angemessene Zielbenennung sind wichtige Elemente zu  Beginn der Behandlung. Dem Kind oder Jugendlichen wird vermittelt, dass sie mit ihren Schwierigkeiten und Kompetenzen ernst genommen werden.

 

Das Arbeiten an persönlichen Zielen steigert die Motivation zur Mitarbeit.

 

Elternarbeit: Der Einbezug der Eltern ist ein wesentlicher Aspekt meines ergotherapeutischen Angebotes. Die Wünsche und Ziele, die Eltern für ihr haben, werden in die Therapie einbezogen.

 

Entwicklungen des Kindes werden besprochen, eventuell erforderliche Verhal-tensänderungen für den häuslichen Bereich werden im Gespräch entwickelt. Der Kontakt zu Kindergarten und Schule unterstützt die Vernetzung thera-peutischer und pädagogischer Intervention.

 

Regelmäßige Therapieberichte informieren den behandelnden Arzt über Entwick-lungen und Besonderheiten. Interdisziplinäre Zusammenarbeit - die Absprache der medizinischen, therapeu-tischen und pädagogischen Maßnahmen unterstützt die positive Entwicklung des Kindes (des Jugendlichen).